Das unbekannte Spanien

Málaga – Kunst, Leben und ein Hauch Salz in der Luft

Málaga ist eine Stadt der Mischungen. Wie ein Kaffee mit Vanilleeis, Käse mit Weintrauben oder eben Eis mit Rosinen und Likör – unerwartet, aber perfekt. Herrschaftlich und modern, voller Geschichte und trotzdem leicht und offen. Wer hier ankommt, sucht automatisch nach seiner hellsten Kleidung – nicht nur wegen der Sonne, sondern weil die Stadt selbst so strahlend wirkt.

Eine Stadt aus vielen Schichten

Málaga ist eine der ältesten Städte Europas. Phönizier, Römer, Mauren und die Katholischen Könige – alle haben Spuren hinterlassen. Noch heute wacht die maurische Alcazaba über die Stadt, während die Kathedrale, von den Einheimischen liebevoll La Manquita („die Einarmige“) genannt, stolz in den Himmel ragt.

Und dann gibt es noch die Larios, eine Industriellenfamilie, die die Stadt im 19. Jahrhundert mit Textil- und Zuckerindustrie in Bewegung brachte. Die Calle Marqués de Larios erinnert bis heute an ihren Einfluss – eine elegante Einkaufsstraße, die vom Hafen direkt ins Herz der Altstadt führt.

Picasso überall

Natürlich kommt man in Málaga nicht an Picasso vorbei. Sein Geburtshaus an der Plaza de la Merced ist heute ein Museum, und nur ein paar Schritte weiter, zeigt das Museo Picasso mehr als 200 seiner Werke. Zwischen den lilablühenden Jacaranda-Bäumen und den Cafés auf der Plaza fühlt sich Kunst hier nicht elitär an, sondern selbstverständlich.

Überhaupt ist Málaga eine Stadt der Museen – vom Carmen Thyssen über das CAC bis zum Centre Pompidou. Man könnte Tage damit verbringen, von Galerie zu Galerie zu streifen.

Zwischen Tapas und Espetos

Aber Kunst gibt es in Málaga nicht nur an den Wänden. In der Antigua Casa de Guardia, der ältesten Bodega der Stadt, wird sie ins Glas gezapft – süßer Málaga-Wein direkt aus den Holzfässern.

Und am Strand wird gegrillt: die berühmten Espetos. Sardinen, auf Holzspieße gesteckt und in alten Fischerbooten über dem Feuer geröstet. Sechs Minuten, etwas Salz, dazu eine Brise Meerluft – mehr braucht es nicht.

Spaziergänge am Meer

Ein Spaziergang führt vom modernen Hafen Muelle Uno bis ins alte Fischerviertel Pedregalejo. Hier reiht sich ein Chiringuito ans nächste, Plastikstühle stehen direkt im Sand, Kinder spielen am Ufer. Trotz Tourismus hat sich das Viertel seine Ruhe bewahrt – eine langsame, fast meditative Art, aufs Meer hinauszublicken.

Málaga-Eis – mehr als eine Erinnerung

Und dann ist da noch das Eis. Wer in Deutschland „Málaga“ hört, denkt an die Eissorte mit Rosinen und Malagawein. Erfunden wurde sie tatsächlich hier – in der traditionsreichen Heladería Casa Mira. Heute pilgern Einheimische und Besucher für ihre Sortenklassiker wie Turrón oder Trufa in die Calle Larios.

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